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Dienstag, 16. Oktober 2012

Palak Paneer - Zubereitung

Sodele.
Aufgrund einer Bitte von Robin, einem Freund von mir aus Minden/Bad Oeynhausen (liebe Grüße an dieser Stelle), kommt nun ein Tutorial für Palak (Spinat) Paneer (indischer Käse), welches er in der Mensa in Berlin für schlappe 4,80€ bestellt und liebt.
Kurzer Hinweis: In Indien zahlt man für dieses Gericht ca. 1 Euro in einem fancy Restaurant. -> Haha!

Das ganze geht jetzt Step für Step.
(Alle Angaben für 4 Personen)

Was man alles einkaufen muss (falls nicht im Haus):

2 l Milch
4 Zitronen
3 Bund Spinat
4 Tomaten
2 Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
Pfeffer
Salz
Zucker
Senfkörner
Kreuzkümmel
Chillipuder/frische Chillis
Cumin

Den Paneer sollte man mindesten 4 Stunden vorher zubereiten, damit er auskühlen und fest werden kann.























Paneer:

Man gieße die 2 l Milch in einen großen Topf. Danach presst man den Saft der 4 Zitronen aus und gibt diesen dazu.














Nun den Topf auf der Feuerstelle platzieren, und alles auf kleiner Flamme aufkochen lassen. Ab und zu umrühren, sodass nichts anbrennt oder überkocht.










Schon nach kurzer Zeit kann man erkennen, wie sich die Molke von der restlichen dicklichen Masse, die später zum Käse wird, trennt.

Nun noch einmal alles richtig aufkochen lassen (das Ganze dauert ca. 10 Minuten) und dann vom Feuer nehmen.


Beim nächsten Schritt ist etwas Geschick gefragt: Das Aufgekochte muss nun entweder durch ein sauberes Küchentuch oder aber ein feinkörniges Sieb gegossen werden, bis nur noch der Käse übrig bleibt.
Vorsicht, heiß!


Ganz wichtig: die restliche Molke muss aus dem Käse herausgepresst werden, damit dieser fest wird.

Nun alles in Form bringen, das heißt zu einem Fladen formen
...

... und beschweren, mit Dingen, die gerade so herumliegen. Der Käse sollte nun mindestens vier Stunden ruhen und fest werden, bis er weiter verarbeitet wird.
Tataa, da ist er.
Für den Palak das Gemüse, also Zwiebeln, Knoblauch und Tomaten klein schneiden, damit alles vorbereitet ist.
Auch der Paneer wird in kleine Würfel geschnitten, sodass er in heißem Öl fritert werden kann. Das gibt ihm das gewisse Extra.

Sobald er knusprig braun wird, aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.
Jetzt wird die so typische und für fast jedes Curry verwendete Gewürz-Öl-Basis hergestellt, die das A und O der indischen Küche ist. Also gut aufpassen...

Zuerst das Öl (ca. 4 EL) erhitzen und Kreuzkümmel und schwarze Senfkörner (je 2 TL) dazu geben. Alles auf kleiner Flamme so lange anbraten, "until noise is coming" (Originalzitat von einer Köchin aus Kalkeri)


Dann Zwiebeln und danach Tomaten und Knoblauch dazugeben und das Ganze glasig anschwitzen.













Nun noch etwas Cumin/Gelbwurz/Halladi, Chillipulver und Salz (je nach Geschmack ca. 1 TL) dazugeben und der Grundstock des Gerichtes steht.
(Wenn friesche Chillis verwendet werden, müssen sie natürlich schon eher gemeinsam mit den Zwiebeln angebraten werden.)




Den frischen Spinat klein reißen und zu dem Sud geben, Milch oder Sahne bilden die benötigte Flüssigkeit. Deckel drauf und warten, bis der Spinat zerfallen ist und alles auf kleiner Flamme köchelt...

Nach 10 Minuten kann das Ganze entweder mit einem Mixer zu einem cremigen Brei verarbeitet (ging bei uns aufgrund mangelnder Küchengeräte nicht) oder aber so gelassen werden. 
Jetzt den bereits fritierten Paneer dazugeben und alles gut vermengen.
Als Beilage eignen sich Naan oder Paratha (für das Rezept schaut doch einfach mal bei Chefkoch.de oder kauft es vom Inder nebenan, so wie wir es getan haben. Reis ist natürlich auch gern gesehen. Bei uns zur Zeit nicht mehr so, daher das Brot.
Tadaa...









Den Palak Paneer nun gekonnt mit einem Stück Brot (mit der rechten Hand!) aufgabeln und zum Mund führen. Und das volle Geschmackserlebnis genießen.










Nach unserern Erfahrungen funktioniert dieses Rezept perfekt bei den verschiedensten Anlässen. In jedem Fall ist es gut zum Eindruck schinden für Schwiegerelternbesuche, gemeinsame authentische Kocherlebnisse bei ersten Dates oder ganz einfach bei kulinarischem Fernweh. Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit, eure Kara und Marie

Montag, 30. Juli 2012

Samosas

Während unseres Ausfluges, heute nach Colaba in das Touristenviertel Mumbais, gab es einen kleinen Snack auf der Straße. Samosas sind kleine Teigpyramiden, die mit Gemüse (hier: Kartoffeln und Erbsen) gefüllt sind. Dazu gibt es dann scharfe Soßen. Sehr lecker. Sehr sehr sehr lecker. Mjami.


Und passend dazu das Rezept:

Für 12 Portionen
250 g Mehl
Öl
Salz
600 g Kartoffeln
100 g Erbsen
1 Korianderstiel
1 El Curry
1 Tl Chillipulver


1. Für den Teig das Mehl mit 5 El Öl, 1/2 TL Salz und 1/8 Liter Wasser vermengen und zu einem glatten Teig kneten. 30 Minuten zugedeckt bei Zimmertemperatur ruhen lassen. 

2. Inzwischen die Kartoffeln weich kochen, pellen und in kleine Stücke schneiden. 2 El Öl in einer Pfanne erhitzen und alle Gewürze darin bei mittlerer Hitze etwa eine Minute anrösten.

3. Kartoffeln und Erbsen zu den Gewürzen hinzufügen und zwei bis drei Minuten mit braten. Die Füllung salzen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. 

4. Den Teig in zwölf Portionen teilen und zu Kugeln formen. Auf der Arbeitsfläche jeweils zu Kreisen von 15 cm Durchmesser ausrollen, ausstechen und zum Beispiel auf einen Maultaschenformer legen und einen Esslöffel Füllung darauf geben und zusammenklappen. So entstehen gefüllte Teigtaschen. 

5. In einem Wok reichlich Öl erhitzen und die Teigtaschen von jeder Seite knusprig goldbraun ausbacken.
 


GUTEN APPETIT!

Vegetarier

Um unangenehme, unhygienische und ekelerregende Geschmacksexplosionen zu vermeiden, habe ich mich dazu entschieden hier in Indien als Vegetarier zu leben. Nach einem im gedächtnisblebenden Erlebnis in Costa Rica mit ungehäuteter Rinderzunge ist mir der Geschmack, bzw. die Lust an nicht vegetarischen Experimenten etwas vergangen.
Nun denn. Wie ist es in Indien als Vegetarier zu leben? Man weiß aus Film und Fernsehn, sowie aus Büchern, dass die Inder kein Rind essen - Kühe sind heilig. Auch Schwein wird hier so gut wie garnicht gegessen. Marie sagt dazu: "Für die Inder sind Schweine dreckige Tiere die im Matsch wühlen und sowas wollen die nicht essen." Die Statistik sagt dazu: 2003 haben die Deutschen 61,5kg Schweinefleisch pro Kopf gegessen, die Inder hingegen nur lächerliche 4,4kg (vgl. vegetarisch-essen.com). Bis jetzt habe ich auch nur Chicken oder Fisch auf den Speisekarten Mumbais entdecken können. Hat mich noch nicht gereizt - man weiß ja nicht wann das Vieh geschlachtet wurde und wie lange es schon in der Küche bei 32°C auf dem Tisch liegt.
In Indien hat man als Vegetarier gute Karten. Bei einer Quote von 40% Vegetarier in Indien gibt es haufenweise Restaurants die ausschließlich vegetarisch kochen.
Ich möchte euch peu à peu in die vegetarische, kulinarische Welt Indiens einführen. Mit Rezepten, Fotos und Geschmackserlebnissen.